Subjektfinanzierung

28.11.2017

50% Bundesbeiträge in der höheren Berufsbildung

Der Bundesrat hat beschlossen, dass Absolvierende einer höheren Berufsbildung (HBB) ab 2018 50% der Lehrgangskosten als "Subjektfinanzierung" zurückfordern können.

Die Berufsbildungsverordnung wird geändert. Statt Bildungsanbieter zu bezahlen, werden die Bundesbeiträge zur Förderung der Berufsbildung ab 2018 direkt an Absolventen ausbezahlt, und nicht mehr die Bildungsanbieter direkt subventioniert. Diese Förderungsart wird "Subjektfinanzierung" genannt.

Wer mit Prüfungsdatum nach dem 1. Januar 2018 eine höhere Berufsbildung (HBB) abschliesst, kann beim Bund künftig 50% der Lehrgangskosten zurückfordern. Für eidgenössische Berufsprüfungen sind dies maximal CHF 9'500.–, für höhere Fachprüfungen maximal CHF 10'500.–. Voraussetzung dafür ist, dass die höhere Berufsbildung bis und mit der abschliessenden Berufs- oder Fachprüfung absolviert wird und dass die Kosten - statt von einer Firma - selbst getragen werden. Der Prüfungserfolg ist dabei nicht entscheidend.

Ebenfalls subventionsberechtigt sind auch vorbereitende Kurse, welche weiterführen zu einem höheren Berufsabschluss. Die BWK hat in ihrer Weiterbildungspalette folgende vorbereitende Kurse (Vorstufen) auf höhere Berufsbildungsabschlusse:

Handelsschule  - als vorbereitender Kurs auf Technische/-r Kaufmann/-frau
Bildungsgang Sachbearbeitung Personalwesen edupool.ch auf HR-Fachmann/-frau mit eidg. Fachausweis (FA)
Bildungsgang Sachbearbeitung Rechnungswesen edupool.ch auf Fachmann/-frau Finanz- und Rechnungswesen mit eidg. FA
Berufsbildnerkurs  als Vorbereitungskurs auf den Berufsbildungsfachfrau/-mann mit eidg. FA und weitere höhere Berufsbildungen im gewerblichen Bereich, in welchen der Berufsbildnerkurs als Modul enthalten ist.

Mehr zum Thema auf der Seite des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation SBFI: https://www.sbfi.admin.ch/sbfi/de/home/bildung/hbb/finanzierung.html